Mit überragendem und weitgehend unbekanntem Archivmaterial erschafft Regisseurin Sandra Prechtel ein ungewöhnliches Porträt des Theatermachers und Gesamtkünstlers Einar Schleef. Die Montage aus Interviews, Tagebüchern, Proben und Premieren lässt vor allem Schleef und seine Inszenierungen für sich sprechen. So entsteht das Bild eines widerständigen, verletzlichen Einzelgängers – gefeiert und verhindert zugleich –, der sich an der Bundesrepublik, an deutsch-deutscher Wirklichkeit und an den Verdrängungsmechanismen der Nachkriegsgesellschaft abarbeitete.